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Unkraut jäten

In den letzten Monaten habe ich Unkraut gejätet. Habe ich, oder musste ich? Wenn das Leben so wie man es kennt oder plant gegen die Wand fährt, ist der Auftrag eigentlich klar, auch wenn man sich dagegen wehrt und sich unfair behandelt fühlt. Es ist Zeit für die Inventur im Leben, in den Gedanken, Gefühlen und im eigenen Arbeitszimmer ;-) Aufräumen ist die beste Medizin, weiß ich, denn ich habe einen Monat damit verbracht. Und in dem Maß in dem der Müll weniger wurde, die Altlasten verschwanden, die längst überfälligen Sachen bei ebay eingestellt wurden und die Klamotten und der Dekokram in der Trödelmarktkiste landeteten, desto klarer wurde der Blick aufs Leben wieder. Man hat eine Übersicht, über das was man hat, man findet sich wieder. Man fühlt sich zu Hause mit dem was man hat. Doch wie geht entrümpeln in den Gedanken und den Gefühlen. Wenn man seine Energie mit dem Aufräumen verpulvert hat, wird man plötzlich ruhig, ja ich muss gestehen, ich wurde träge. Ich habe mich geheilt durch viele Stunden Schlaf, in denen ich die Probleme einfach ausgeträumt habe. Naja, einfach war das nicht, aber einfach notwendig :-) Und dann wird einem plötzlichen klar, was zu einem passt und was nicht. Schlechte Gedanken und mangelndes Selbstbewusstsein über sich selbst, dass kann man selbst nicht mehr bei Ebay versteigern oder in die Trödelmarktkiste legen. Das bringt man in den Garten und verbrennt es, während man ekstatisch um das Lagerfeuer tanzt. Viel Reisig bringe ich hierher, eine Weile wird das Feuer brennen. Abgrenzen von schlechten Beziehungen, loslassen von liebgewonnenen Ausreden, Lebenslügen- all das verbrennt munter zu einem Haufen Asche. Und in den freigewordenen Platz? Da stellt man Neues, Gutes hin. Hier vielleicht eine hübsche Vase voller Hoffnung, hier ein paar Steine auf dem Weg in die Zukunft, hier ein Buch mit guten Gedanken über sich selbst und dort einen gemütlichen Sessel zum entspannen, denn den hat man sich nach all der Arbeit verdient!

5.3.15 21:12, kommentieren

Herzlich Willkommen...in meinem Leben-Frühlingsknospen

Es heißt....neues Leben kündigt sich an. Wie sich der Frühling durch seine zarten Knospen ankündigt. Vorwitzige Schneeglöckchen, die sich gegen die Kälte wehren und ihre neugierigen Köpfchen durch die Schneedecke strecken um einen Hauch von Wintersonne zu erhaschen. Ich bin ein Schneeglöckchen, manchmal. Neues Leben kündigt sich an, wenn das -Alte, der graue Winter hinter sich gelassen wird. Mein Winter war lang und grau, um es dramatisch auszudrücken.Weniger dramatisch würde ich sagen, auf los geht´s los. Wenn man so gründlich gescheitert ist, wie ich, kann man sich in die Ecke setzen. Ja, ich denke, man hat sogar das Recht sich in die Ecke zu setzen und seine Wunden zu lecken. Doch erstens schmeckt das nicht gut, bitter und schal, und zweitens macht es einfach nicht satt. Was kann man tun? Man kann sich ein Kehrblech schnappen und die Reste zusammen kehren. Man bekommt die Erlaubnis mit dem Dreck herum zu matschen. Zu Entscheiden, was man noch behalten will. Aufbewahren in der hintersten Ecke seines Kämmerchens, für später einmal. Lebenserfahrung nennt man das. Doch dann kommt die Zeit, in der man sich besinnt. Im Dreck spielen, ist was für kleine Kinder. Was Neues bauen, ist für größere Kinder. Doch Bauen ist nicht der richtige Ausdruck, für das, was ich meine. Man sollte besser von einem Besinnen sprechen. Was passiert, wenn ich zur Ruhe komme. Längst vergessene Kreativität bricht sich Bahn, besteht auf ihr Recht gehört zu werden und unter meinen Händen entsteht neues Leben, etwas neues wird geschaffen, ich bin wieder ein Mensch. Kein Bedauernder, sondern ein Schaffender. Ich schaffe Freude, Vergessen, neue Kraft, neue Ideen, neue Begeisterung, neuen Mut, neuen Glauben an mich selbst- und das alles, nur dadurch, dass ich etwas gebastelt habe. So simpel, so heilsam. So schaffe ich diesen Blog. Ein gewünschter Blog, ins Leben gebracht nicht nur durch mich selbst, sondern durch die, die sich gewünscht habe, dass ich etwas Schaffe, dass mir entspricht. Schon lange erdacht, in einer cocktailseligen Nacht geplant, an einem strahlenden Wintermorgen geboren. Er will etwas Schaffen, er will Mut schenken und Freude und das große Versprechen, das schon Gott uns gegeben hat, es geht weiter. Immer. Erste Frühlingsknose an meinem Frühlingsbaum.

25.2.15 10:05, kommentieren